| Die schwierige Wohnsituation in Hamburg |
Die Finanzkrise und damit verbundene Flucht vieler Anleger in Sachwerte wie z.B. Immobilien hat ein schon in der Vergangenheit schwellendes Problem stärker ans Tageslicht gezogen: die schwierige Wohnsituation in deutschen Metropolen. Allen voran wohlhabende Städte mit einer hohen Singlepopulation wie Hamburg, haben unter einer schwierigen Wohnsituation zu leiden. Wie kommt es dazu?
Es wird zu wenig gebaut und wenn, dann zu teuerGroßstädte wie Hamburg sind, gerade in ihren Kernen, bereits hochgradig bebaut und bieten nur noch wenige Möglichkeiten für neue Gebäude. Da sich in den letzten Jahren der Trend zum Leben auf dem Land umgekehrt hat und eine Stadtwohnung für immer mehr junge Menschen, Singles wie Familien, zum Wunsch wird, ist Wohnungsknappheit vorprogrammiert. Einher geht mit dieser Bauraumknappheit die problematische Tatsache, dass die Städte auch viele sehr gute Verdiener anziehen, deren Einkommensverhältnisse selbst jene gut ausgebildeter Akademiker noch übersteigen. Bauherren bauen primär für diese wohlhabende Klientel, was zur Folge hat, dass die wenigen Objekte, die Innerstädtisch umgesetzt werden in Preisregionen beheimatet sind. Büros gehen immerViele Bauträger haben in den letzten Jahren auch verstärkt in Gewerbeimmobilien investiert, da diese i.d.R. eine höhere Rendite bei weniger Verwaltungsaufwand als Wohnimmobilien versprechen. Aufgrund teurer innerstädtischer Grundstücke bei jedoch relativ stagnierenden bzw. gesetzlich geregelten Mietpreisen für Wohnungen ein scheinbar verständlicher Schritt. Die Investoren, die Bauprojekte möglich machen, scheuen die Risiken eines Mietausfalls und die möglichen rechtlichen Auseinandersetzungen mit einer oft allzu mieterfreundlichen Justiz Im Umkehrschluss hat diese Taktik des Gewerbebaus jedoch zur Folge, dass in Zeiten von Wirtschaftskrisen ganze Häuser mit Büros leer stehen, während die Nachfrage auf dem Wohnimmobilienmarkt ungebremst steigt. Von den genannten Problemen ist bei weitem nicht nur Hamburg betroffen, auch in Städten wie München oder Frankfurt ist es ähnlich. Möglichkeiten zur Erleichterung der Situation können nur durch die jew. Stadtregierungen geschaffen werden, z.B. durch Umwandlung von Geschäfts- in Wohnräume und das Ausweisen neuer Wohnbaugebiete in attraktiven Zentrumslagen. Sofern solche noch vorhanden sind. |
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