| 3200 neue Wohnungen für Hamburg genehmigt |
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Wohnungen sind in Hamburg knapp. Wer schon einmal in der Großstadt an der Elbe auf Wohnungssuche war und dazu womöglich auch noch sehr konkretere Vorstellungen bezüglich Stadtteil, Ausstattung oder Anbindung mitbrachte, wird diese Aussage sicherlich nicht von der Hand weisen. Meist besichtigt man zunächst eine ganze Reihe an Objekten, bevor eigene Vorstellungen und die des Vermieters zusammenfinden und die Umzugskartons ein- und wieder ausgepackt werden können. Der „Hamburger Vertrag“Um dieser Lage nun Herr zu werden, den Weg für neuen Wohnungsbau frei zu räumen und die langen Genehmigungszeiten zu beschleunigen, wurde im Mai der so genannte „Hamburger Vertrag“ beschlossen. Er sieht unter anderem vor, die Zahl der Wohnungsneubauten schnellstmöglich auf 6000 jährlich zu steigern. Gut die Hälfte wurde in der ersten Jahreshälfte jetzt genehmigt. Hinein in die BezirkeUm zukünftig schneller und weitreichender der großen Wohnungsnachfrage nachzukommen, wurden im Rahmen des Vertrages einige Umstrukturierungen eingeleitet. Rund 14 Bauplaner wurden von der Stadtentwicklungsbehörde direkt in die Bezirksämter ausgeliehen. Ergänzend kommen noch weitere Stadtplaner hinzu und pro Baugenehmigung fließen 250€ an die Bezirke für anschließende fortführende Maßnahmen. Im Gegenzug verpflichten sich die Bezirksämter zum schnelleren Handeln sowie der deutlichen Verkürzung der bisher langen Wartezeiten. Die neuen Wohnungen sollen zu einem Großteil im Bezirk Nord (941 Genehmigungen) sowie in Eimsbüttel (500 Genehmigungen) und Wandsbek (422 Genehmigungen) gebaut werden. Auch in Altona, Harburg und Bergedorf sind weitere Wohnungen geplant, doch in deutlich geringerer Anzahl. Ob im weiteren Jahresverlauf die Zielzahl von 6000 annährend erreicht werden kann ist fraglich, doch Bausenatorin Jutta Blankau hält es für „realisierbar“ , da das Ziel zurzeit doch zumindest „von allen ernst genommen werde“. Axel Gedaschko (SPD), ehemaliger Wirtschaftssenator der Stadt Hamburg, sagte kürzlich in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt, dass er die Zielzahl von 6000 neuen Wohnungen zwar für richtig halte. Um jedoch einen relativ entspannten Wohnungsmarkt zu schaffen, würde es jedoch noch sicher einige Jahre dauern, bis die Marke erreicht werde. Ob der Aufschwung auf dem Wohnungsmarkt nun tatsächlich so schnell von statten geht, wie Wohnungssuchende und Politiker es sich wünschen und Wohnungs-Plattformen wie immonet.de bald schon vor Angeboten übersprudeln, sei dahin gestellt. Aber im Vergleich zum Vorjahr lässt sich zumindest schon ein leichter Aufwärtstrend feststellen, wurden in Gesamt 2010 lediglich nur etwas über 4000 Genehmigungen erteilt. Wenn die Genehmigungen jetzt auch noch den Weg aus der Schublade auf die Baustelle schaffen, könnte der Vertrag tatsächlich etwas bewirkt haben. |
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