„Hamburger Lektionen“
Ist ein Dokumentarfilm, von Romuald Karmakar, der 2006 auf der Berlinale uhraufgeführt wurde. Er handelt von mehreren „Lektionen“, die Mohammed Fazazi , Imam in der Al-Quds-Moschee in Hamburg, Im Jahre 2000 vorgetragen hat. Diese Sitzungen wurden auf Video aufgenommen und in der Bibliothek der Moschee, aber auch in Buchhandlungen außerhalb der Moschee vertrieben.
Der Film stellt zwei dieser Lektionen nach und ist ein 133 Minuten Vorlesung, die von Schauspieler Manfred Zapatka vorgetragen werden. Der vorgetragene Texte sind die in Deutsch übersetzte Predigten Mohammed Fazazi und die Fragen die Ihm während der Predigten gestellt werden konnten. Der Film wirkt aufgrund seiner Einfachheit. Kein hintergrund oder handlungsstränge die vom vorgetragenen ablenken können. Einzig der Inhalt der Predigt, Fragen und Antworten bestimmen wie der Zuschauer auf das Werk reagiert.
Nach den Anschlägen in New York vom 11. September 2001 wurde bekannt, dass drei der vier Selbstmordpiloten, der so genannten Hamburger Gruppe zugerechnet werden, regelmäßig die Al-Quds-Moschee besucht haben und in Kontakt zu Fazazi standen.
Fazazi kehrte im Oktober 2001 in seine Heimat nach Marokko zurück. Nach den Anschlägen in Casablanca im Mai 2003 wurde Fazazi verdächtigt, die vierzehn Selbstmordattentäter „inspiriert“ zu haben. Einen Monat später wird er vor einem marokkanischen Gericht als „Theoretiker“ der Gruppierung „Salafyia Jihadia“ der „Anstiftung zum Mord und Teilnahme an der Planung terroristischer Akte“ beschuldigt und zu 30 Jahren Haft verurteilt.
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